Fragen zu Mineralwasser
Verpackung
Welche Unterschiede gibt es zwischen Glas- und Kunststoff-Flaschen?
Seit dem 1. Jänner 1997 ist die EU-konforme Regelung in Kraft, die alle für den Konsumenten bestimmte Verpackungsmaterialien zulässt. Für die Mineralwasser-Abfüller bot sich dadurch die Chance, auch mit Kunststoff-Flaschen (PET) den heimischen Markt zu versorgen. Zuvor gestattete der Gesetzgeber nur die Abfüllung in Glasflaschen, die ja für ein sensibles und geschmacksempfindliches Lebensmittel wie Mineralwasser, die besten Voraussetzungen bieten. Im Vergleich zur Kunststoff-Flasche ist die Glasflasche jedoch viel schwerer und leicht zerbrechlich. In Österreich besteht seit Jahrzehnten ein gut eingespieltes Pfandsystem für Glas- und PET-Mehrwegflaschen. Durch die rasanten technologischen Entwicklungen konnte nun auch die Kunststoff-Flasche weiterentwickelt werden, um unverfälschten Geschmack zu garantieren. Der Anteil an Mineralwasser in PET-Kunststoff-Flaschen ist ständig im Wachsen. Grund dafür ist die leichtere Handhabung für den Konsumenten.
PET to PET Recycling
Im August 2007 wurde Österreichs erste Recycling-Anlage der heimischen Getränkeindustrie für PET-Flaschen im burgenländischen Müllendorf in Betrieb genommen. Die Anlage wird von der PET to PET Recycling Österreich GmbH betrieben, an der die Unternehmen Coca-Cola Beverages Österreich, Radlberger Getränke, Rauch Fruchtsäfte, Spitz und Vöslauer beteiligt sind. Im Werk wird aus gebrauchten PET-Flaschen Ausgangsmaterial für neue PET-Flaschen produziert und damit der Stoffkreislauf "PET-to-PET" geschlossen. Derzeit werden 20 bis 30% von recyliertem PET den neuen Flaschen beigemischt. Damit trägt die heimische Getränkeindustrie der im Herbst 2004 gemeinsam mit Umweltministerium, Wirtschaftskammer, Handel und Abfallwirtschaft unterzeichneten Nachhaltigkeitsagenda Rechnung.
Weitere Informationen: http://www.pet2pet.at/