Wissenswertes
Mineralstoffe und Spurenelemente
Warum ist Mineralwasser ein optimaler Durstlöscher?
Keine Kalorien und dazu noch äußerst gesund, das ist natürliches Mineralwasser. Es beinhaltet viele Mineralstoffe und Spurenelemente, die eine sehr wichtige Rolle für einen funktionierenden Stoffwechsel spielen. Da Spurenelemente zu den sogenannten "funktionsfördernden Nahrungsinhaltsstoffen" zählen und daher praktisch in alle Stoffwechselvorgänge des Körpers fördernd eingreifen, kann ein Versorgungsmangel zu ernsthaften Gefahren für das körperliche Wohlbefinden führen. Um eine ausgewogene Versorgung mit Spurenelementen zu gewährleisten, sollte man auch zwischen den verschiedenen Mineralwässern immer wieder wechseln. Die unterschiedlichen Mengen an Inhaltsstoffen sorgen so für eine ausreichende Versorgung. Eine Überdosierung an Mineralstoffen oder Spurenelementen durch den Genuss von Mineralwasser ist nicht möglich, da keines der heimischen Mineralwässer eine derartige Konzentration auch nur annähernd aufweist.
Welche Rolle spielt Calcium?
Calcium ist für den Knochenaufbau verantwortlich und beeinflusst außerdem die Blutgerinnung. Weiters regt dieses Mineral die Tätigkeit der Muskel- und Nervenstränge an. Der Tagesbedarf liegt bei 800 bis 1.000 mg (Milligramm). Calciummangel ist häufig Ursache für die "Volkskrankheit" Osteoporose (Knochenschwund), aber auch Hornhautschädigungen an Haut und Haaren sind möglich. Unter den Wissenschaftlern gilt auch als wahrscheinlich, dass die Unterversorgung mit Calcium zu Hypertonie (Bluthochdruck) führen kann.
Welche Aufgaben erfüllt Chrom?
Chrom, ist ein Spurenelement, das vor allem beim Zucker- und Fettstoffwechsel aktiv ist. Der individuelle Chrombedarf ist von Mensch zu Mensch äußerst unterschiedlich. Einen einheitlichen Richtwert kann man nicht nennen. Aber die Zufuhr sollte jedoch mindestens 50 µg (Mikrogramm) betragen. Vor allem bei hohem Zuckerkonsum, körperlicher Anstrengung und psychischem Stress hat der Organismus einen erhöhten Bedarf an Chrom. Auch ältere Menschen sollten darauf achten, genügend Chrom zu sich zu nehmen, da der Chromgehalt des Gewebes mit dem Alter automatisch abnimmt. Eine Unterversorgung kann zu Symptomen führen, die der Zuckerkrankheit ähnlich sind oder sich als Vorläufer einer beginnenden Blutgefäßverkalkung entpuppen.
Beinhaltet Mineralwasser auch Eisen?
Auch Eisen, ein unverzichtbarer Bestandteil bei der Blutbildung, ist im natürlichen Mineralwasser enthalten. Eisen ist außerdem ein wichtiger Teil jener Enzyme, die unmittelbar für die Sauerstoffversorgung des Organismus verantwortlich sind. Der durchschnittliche Bedarf an Eisen liegt bei 10 bis 20 mg. Eisenmangel äußert sich erst in relativ uncharakteristischen Erscheinungen wie Müdigkeit und Abgeschlagenheit, in weiterer Folge aber kann er zu gefährlicher Blutarmut (Anämie) führen.
Kann man auch den Zähnen mit Mineralwasser etwas Gutes tun?
Das Spurenelement Fluor ist weithin als "Karieskiller" bekannt. Bei einer Unterversorgung ist eine verstärkte Anfälligkeit für den akuten oder chronischen Zerfall der harten Zahnsubstanz eine typische Folgeerscheinung. Da der Tagesbedarf für den Menschen bei nur 1 mg liegt, bietet sich Mineralwasser zur Deckung des Bedarfs geradezu an. Bei einer Überdosierung, beispielsweise durch Tabletten, droht nämlich eine ungesunde Vergiftung des Organismus.
Welche Funktion hat Jod?
Jod ist eines der wichtigsten Spurenelemente, das unserem Körper durchschnittlich in einer Tagesdosis von 0,1 bis 0,2 mg zugeführt werden muss. Ansonsten kann es zur Bildung eines sogenannten "Jodmangelkropfes" kommen. Wenn es dem Körper an Jod mangelt, wird nämlich die Produktion des Schilddrüsenhormons Thyroxin gebremst, was letztlich zum Kropf führt. Aber auch eine Verringerung der Stoffwechselintensität, allgemeine körperliche Trägheit sowie Störungen im Bindegewebe können die Folge von Jodmangel sein. Österreichs natürliche Mineralwässer bilden eine ideale Ergänzung zu unserer alltäglichen Ernährungsweise, die den Jodbedarf mit Sicherheit nicht alleine decken kann.
Was ist Kobalt?
Das Spurenelement Kobalt ist ein Bestandteil des wichtigen Vitamins B12, das unbedingt für eine funktionierende Blutbildung benötigt wird. Kobalt unterstützt vor allem die Eisenaufnahme im Körper, das ebenfalls maßgeblich an der Blutbildung und Sauerstoffversorgung beteiligt ist. Obwohl in der Forschung bislang keine augenfälligen Mangelerscheinungen beobachtet wurden, ist ein Konsum von 0,04 bis 0,12 µg zu empfehlen. Bei einer Veränderung des Blutbildes ist immer auch ein Kobaltmangel in Betracht zu ziehen.
Wofür braucht der menschliche Organismus Kupfer?
Kupfer ist vor allem am Aufbau von Hämoglobin, dem Farbstoff der roten Blutkörperchen, maßgeblich beteiligt. Außerdem fördert es die Aufnahme von lebenswichtigem Eisen in die Blutbahn. Kupferhältige Enzyme spielen auch bei der Knochenentwicklung eine beträchtliche Rolle und auch das Zentralnervensystem braucht Kupfer, um zu funktionieren. Zwischen 2 und 5 mg Kupfer sollte der Mensch täglich zu sich nehmen. Tut er dies nicht, kann es zu Folgeerscheinungen wie einem erhöhten Cholesterinwert kommen. Österreichs natürliche Mineralwässer sind nicht sehr kupferhältig, wodurch eine Überschreitung des kritischen Werts von 15 mg nicht zu befürchten ist.
Ist auch Lithium als Spurenelement im Mineralwasser vorhanden?
Depressionen, schlechte Laune oder Arbeitsunlust - Was für die Umwelt nach seelischer Unzufriedenheit aussieht, kann seine Ursachen auch in einer nicht stimmenden Körperchemie haben. Lithium ist eines jener Spurenelemente, die diesen psychischen Haushalt positiv beeinflussen können. Aber auch eine günstige Entwicklung bei Bluthochdruck, Herzrhythmusstörungen oder generellen Kreislaufbeschwerden kann durch Lithium forciert werden. Da dieses Spurenelement noch weitgehend unbekannt ist, kann auch kein Tageswert angegeben werden.
Kann man durch Mineralwasser auch den täglichen Magnesiumbedarf decken?
Magnesium spielt u.a. im Kohlenhydrat- und Eiweißstoffwechsel eine wichtige Rolle. Aber auch die Milderung von Stress-Symptomen zählt zu den positiven Eigenschaften des Magnesiums. Da der tägliche Bedarf von durchschnittlich 300 mg durch unsere Ernährung kaum oder nur schlecht gedeckt werden kann, ist das Trinken von Mineralwasser zu empfehlen. Viele österreichische Mineralwässer sind stark magnesiumhältig.
Ist Mangan auch wichtig für einen funktionierenden Stoffwechsel?
Vor allem für die Knochen, Leber, Milchdrüse, Bauchspreicheldrüse und die Nieren spielt das Mangan eine wichtige Rolle: Es ist an der Harnstoffbildung ebenso beteiligt wie am Eiweiß-, Kohlenhydrat- und Fettstoffwechsel. Auch der Aufbau von Knochen und Bindegewebe ist ohne Mangan undenkbar. Eine Unterversorgung kann zu schlimmen Stoffwechselstörungen, Sterilität, Unfruchtbarkeit oder bei Ungeborenen zu vermindertem Knorpel- bzw. Knochenwachstum führen. Eine ausreichende Versorgung ist also zu gewährleisten. Immerhin 17 Prozent des Tagesbedarfs von 2 bis 9 mg können mit einem Liter Mineralwasser gedeckt werden.
Molybdän - Was ist das?
Auch Molybdän ist ein wichtiges Spurenelement, das in fast allen Enzymen nachzuweisen ist. Vor allem im Eiweißstoffwechsel spielt es eine wichtige Rolle. Ein genau definierter Tagesbedarf kann allerdings nicht angegeben werden.
Ist auch Nickel im Mineralwasser enthalten?
Ja, man kann auch den täglichen Nickelbedarf mittels Mineralwasserkonsum decken. Nickel ist an der Blutgerinnung beteiligt und übernimmt auch einen wichtigen Part beim Kohlenhydratstoffwechsel. Wer zuwenig Nickel zu sich nimmt riskiert, dass der lebensnotwendige Einbau des energiereichen Kohlenhydrats Glykogen in die Leber gestört wird und der Energiestoffwechsel deshalb aus dem Lot gerät. Folgeerscheinungen sind Anämie, Blässe oder Müdigkeit. Die empfohlene Tagesdosis an Nickel beträgt 0,2 bis 0,5 mg. Da in österreichischen Mineralwässern Gehalte bis zu 4,8 µg vorkommen, gilt es als positive Ergänzung zur gewohnten Mischkost.
Wie wirkt Selen im menschlichen Organismus?
Als bestätigt gilt, dass Selen den Alterungsprozess beträchtlich verzögern kann. Auch in der Krebsvorbeugung und -bekämpfung spielt Selen eine wichtige Rolle. Ärzte raten zu einem Konsum von 150 bis 200 µg täglich, was vor allem durch eiweißreiche Nahrung möglich ist.
Welche Folgen kann Vanadium-Mangel haben?
Vor allem positive Wirkung auf Zähne und Knochen wird dem Spurenelement Vanadium zugeschrieben. Aber auch ein enger Zusammenhang zwischen Vanadium und Fettstoffwechsel, vor allem dem Cholesterinstoffwechsel, gilt als wahrscheinlich. Um im Kampf gegen erhöhte Cholesterinwerte erfolgreich zu sein, empfiehlt sich eine tägliche Menge von 2 mg Vanadium. Zu wenig Vanadium kann bedenkliche Folgen für den Blutfettspiegel haben. Aber auch Müdigkeit, Schwindelgefühle oder mangelnde Konzentrationsfähigkeit können erste Anzeichen für einen Mangel sein. Im Mineralwasser ist Vanadium in Ultraspuren vorhanden. So kann man mit Mineralwasser auch gegen einen erhöhten Cholesterinspiegel etwas tun.
Ist Zink lebensnotwendig?
Ohne Zink läuft nichts im Organismus. Vor allem im Säure-Basen-Haushalt spielt Zink eine wichtige Rolle. Außerdem ist es am Kohlenhydrat-, Eiweiß- und Fettstoffwechsel beteiligt. Auch für das menschliche Wachstum und die Infektionsabwehr ist dieses Spurenelement unerlässlich. Der Tagesbedarf liegt bei 10 bis 20 mg Zink. Wird der Bedarf nicht gedeckt, kann dies zu Appetitstörungen, schlechter Abheilung von Wunden, Hautstörungen oder vermindertem Wachstum bei Kindern führen. Auch Zink wird durch die Nahrung in zu geringen Dosen aufgenommen, deshalb empfehlen sich zinkhältige Mineralwässer.

Spurenelemente pro natürlichem Mineralwasser
Chrom
(Cr)
ges. µg/l
Eisen
(Fe²+)
mg/l
Fluorid
(F)
µg/l
Jodid
(J)
µg/l
Kobalt
(Co)
Kupfer
(Cu)
µg/l
Güssinger
2,2
0,02*
659
50
1,3
Juvina
0,40
<0,02*
290
26
0,10
Römerquelle
0,66
0,047
320
14
0,29
Preblauer
0,14
<0,1*
610
57
0,5
Vöslauer
0,59
<0,02
330
3
0,2
Frankenmarker
1
<0,1
92
11
0,08
Gasteiner
0,52
<0,02
580
5
0,09
Peterquelle
<0,08
0,12
45
14
<0,07
Long Life
<0,08
0,9*
60
23
<0,07
Alpquell
<0,08
<0,02
45
84
0,20
Lithium
(Li)
µg/l
Mangan
(Mn)
µg/l
Molyb-
dän
(Mo)
Nickel
(Ni)
µg/l
Selen
(Se)
ges. µg/l
Vana-dium
(V)
Zink
(Zn)
µg/l
Güssinger
121
52
2,6
0,1
6
Juvina
350
270
1,4
0,3
3,6
Römerquelle
25
26
0,35
0,3
6
Preblauer
1320
460
3,3
0,2
6,1
Vöslauer
14
5,5
0,55
0,45
2,4
Frankenmarker
1,5
<3
1,4
0,15
95
Gasteiner
280
<3
1,8
0,18
1,6
Peterquelle
370
270
0,37
0,3
8,5
Long Life
170
30
0,42
0,28
6,3
Alpquell
6
4
1,45
0,5
277

1 mg = 1/1000 g
1 µg = 1/1000 mg

*) enteisent